Du bist selbstständig, arbeitest im Homeoffice oder bist viel unterwegs und hast dir noch nie Gedanken gemacht, was nach einem schweren Unfall passiert? Dann wird es höchste Zeit. Denn gerade für Gründer und Selbstständige ist die private Unfallversicherung eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt.
Der Grund ist simpel: Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Selbstständigen in der Regel nicht. Wer keinen Arbeitgeber hat, der Beiträge zur Berufsgenossenschaft zahlt, und sich auch nicht freiwillig absichert, steht nach einem Unfall in der Freizeit und oft sogar während der Arbeit ohne jede Leistung da. Die Rechtsgrundlage der gesetzlichen Unfallversicherung findest du im Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII), doch dessen Schutz greift eben nur für Versicherte, also in der Regel für Angestellte. Keine Unfallrente, kein Verletztengeld, keine Reha-Maßnahmen für alle anderen. Worin sich der gesetzliche und der private Schutz genau unterscheiden, habe ich für Gründer und Freelancer in einem eigenen Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung aufgeschlüsselt.
Und die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) passieren rund 70 Prozent aller Unfälle in der Freizeit oder im Haushalt, also genau dort, wo die gesetzliche Unfallversicherung ohnehin nicht zahlt, selbst wenn du pflichtversichert wärst.
Ein schwerer Unfall kann dein gesamtes Leben auf den Kopf stellen: Deine Arbeitskraft fällt aus, laufende Kosten bleiben bestehen, und ohne Rücklagen stehst du innerhalb weniger Wochen vor existenziellen Problemen. Ein selbstständiger Personal Trainer hat es mir einmal auf den Punkt gebracht: „Sobald du ausfällst, kannst du halt einfach kein Geld mehr verdienen.“ Genau dieses Risiko fängt die private Unfallversicherung ab, und das zu überraschend günstigen Beiträgen.
In diesem Artikel erkläre ich dir, wie die private Unfallversicherung funktioniert, welche Leistungen sie bietet, was Progression und Gliedertaxe bedeuten und worauf du bei der Tarifwahl achten solltest. Mit konkreten Beispielen und einer klaren Einordnung.
Was die private Unfallversicherung abdeckt
Die private Unfallversicherung schützt dich rund um die Uhr und weltweit, egal ob der Unfall bei der Arbeit, im Urlaub oder beim Sport passiert. Das unterscheidet sie fundamental von der gesetzlichen Unfallversicherung nach SGB VII, die nur bei Arbeits- und Wegeunfällen greift.
Definition eines Unfalls
Ein Unfall im versicherungsrechtlichen Sinn liegt vor, wenn du durch ein plötzliches, von außen auf deinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidest. Das klingt juristisch, ist aber wichtig: Ein Bandscheibenvorfall durch jahrelange Fehlhaltung ist kein Unfall. Ein Sturz vom Fahrrad dagegen schon.
Wichtig zu wissen: Viele moderne Tarife versichern auch Unfälle durch erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegung mit. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Umknicken beim Joggen oder ein Muskelriss beim Heben eines schweren Gegenstands ebenfalls versichert sein kann, obwohl kein äußeres Ereignis im klassischen Sinn vorliegt. Ob und in welchem Umfang das gilt, steht im jeweiligen Bedingungswerk, das solltest du also gezielt prüfen.
Welche Leistungen sind enthalten?
Die Invaliditätsleistung ist die Kernleistung und der Hauptgrund für den Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Bei dauerhafter Beeinträchtigung nach einem Unfall erhältst du eine Einmalzahlung, deren Höhe vom festgestellten Grad der Invalidität und der vereinbarten Progression abhängt. Diese Summe soll dir ermöglichen, dein Leben nach dem Unfall neu zu organisieren, sei es durch einen barrierefreien Umbau der Wohnung, den Kauf eines angepassten Fahrzeugs oder schlicht als finanzielles Polster für die Zeit, in der du nicht arbeiten kannst.
Darüber hinaus bieten viele Tarife eine Unfallrente als monatliche Zahlung ab einem bestimmten Invaliditätsgrad, üblicherweise ab 50 Prozent. Diese Leistung ist besonders wichtig für Selbstständige ohne Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie ein regelmäßiges Einkommen nach einem schweren Unfall sichern kann und nicht nur eine einmalige Auszahlung. Ergänzend dazu gibt es die Todesfallleistung: Stirbst du innerhalb der im Vertrag genannten Frist an den Unfallfolgen, erhalten deine Hinterbliebenen die vereinbarte Summe, die deine Familie vor finanziellen Folgen schützen soll.
Für die Zeit im Krankenhaus zahlt das Krankenhaustagegeld einen festen Betrag pro Tag, oft im Bereich von 25 bis 50 Euro, der Zusatzkosten wie Telefon, Anfahrten für Angehörige oder ein Einzelzimmer abdeckt. Die Übergangsleistung wiederum ist eine Einmalzahlung, wenn du nach einem festgelegten Zeitraum, häufig sechs Monaten, noch beeinträchtigt bist, und hilft dir, die Zeit bis zur endgültigen Invaliditätsfeststellung finanziell zu überbrücken. Gerade für Selbstständige ohne Lohnfortzahlung ist diese Leistung viel wert. Abgerundet wird der Schutz je nach Tarif durch die Übernahme von Bergungs- und Rettungskosten sowie von kosmetischen Operationen, etwa Such- und Rettungskosten nach einem Ski- oder Wanderunfall in den Alpen oder OPs zur Beseitigung unfallbedingter Narben und Entstellungen.
Progression, der Hebel für hohe Leistungen
Die Progression ist einer der wichtigsten Tarifbausteine, wird aber häufig missverstanden. Sie sorgt dafür, dass bei schweren Verletzungen überproportional hohe Leistungen ausgezahlt werden, und das ist entscheidend, weil gerade schwere Unfälle die höchsten Kosten verursachen.
Wie funktioniert Progression?
Ohne Progression bekommst du bei 50 Prozent Invalidität genau 50 Prozent der vereinbarten Grundsumme. Mit Progression steigt der Auszahlungsbetrag bei höheren Invaliditätsgraden überproportional an. Die gängigsten Progressionsstufen sind 225, 350 und 500 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt rein rechnerisch, wie sich die Progression auf die Auszahlung auswirkt, der tatsächliche Invaliditätsgrad wird im Schadenfall immer ärztlich festgestellt.
Rechenbeispiel bei 100.000 Euro Grundsumme
| Invaliditätsgrad | Ohne Progression | 225% Progression | 350% Progression | 500% Progression |
|---|---|---|---|---|
| 25% | 25.000 € | 25.000 € | 25.000 € | 25.000 € |
| 50% | 50.000 € | 75.000 € | 100.000 € | 125.000 € |
| 75% | 75.000 € | 137.500 € | 212.500 € | 312.500 € |
| 100% | 100.000 € | 225.000 € | 350.000 € | 500.000 € |
Die Wirkung wird bei schweren Unfällen enorm. Bei 500 Prozent Progression und 100 Prozent Invalidität erhältst du rechnerisch fünfmal so viel wie die vereinbarte Grundsumme. Genau das kann den Unterschied machen zwischen einer finanziellen Notlage und einer echten Absicherung. Wie die konkrete Progressionsstaffel im Detail rechnet, ist im jeweiligen Bedingungswerk geregelt und weicht zwischen den Tarifen leicht ab.
Meine Empfehlung
Ich empfehle in der Regel mindestens 350 Prozent Progression, idealerweise 500 Prozent. Der Aufpreis ist meist überschaubar, oft nur wenige Euro im Monat, aber der Schutz bei schweren Unfällen ist deutlich besser.
Die Gliedertaxe, wie Invalidität bewertet wird
Die Gliedertaxe ist die Tabelle, mit der Versicherer den Invaliditätsgrad bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit einzelner Körperteile festlegen. Sie ist das zentrale Bewertungsinstrument nach einem Unfall und kann je nach Versicherer erheblich variieren. Der GDV veröffentlicht Musterbedingungen, die vielen Tarifen als Grundlage dienen, doch die einzelnen Versicherer weichen in ihren verbesserten Gliedertaxen teils deutlich davon ab.
Typische Gliedertaxe-Werte
Die folgenden Werte sind eine Orientierung und zeigen, wie stark eine verbesserte Gliedertaxe abweichen kann. Verbindlich sind immer die Werte im jeweiligen Bedingungswerk deines Tarifs.
| Körperteil | Standard-Gliedertaxe | Verbesserte Gliedertaxe |
|---|---|---|
| Arm | 70% | 80% |
| Hand | 55% | 70% |
| Daumen | 20% | 25% |
| Zeigefinger | 10% | 15% |
| Bein | 70% | 80% |
| Fuß | 40% | 50% |
| Auge | 50% | 60% |
| Gehör (ein Ohr) | 30% | 40% |
Warum die Gliedertaxe so wichtig ist
Der Punkt ist einfach: Für dieselbe Verletzung setzt eine verbesserte Gliedertaxe einen höheren Invaliditätsgrad an als eine Standard-Gliedertaxe. Und weil dieser Grad zusammen mit Grundsumme und Progression die Auszahlung bestimmt, wirkt sich schon ein Unterschied von wenigen Prozentpunkten am Ende spürbar aus. Wie hoch der Invaliditätsgrad im Einzelfall tatsächlich ist, legt kein Blog fest, sondern ein ärztliches Gutachten auf Basis des vereinbarten Bedingungswerks. Besonders für Handwerker, Chirurgen, Musiker oder IT-Freelancer, die auf ihre Hände angewiesen sind, lohnt der Blick auf die Gliedertaxe deshalb doppelt.
Für wen ist die private Unfallversicherung besonders wichtig?
Selbstständige und Freiberufler
Für dich als Selbstständiger gibt es in der Regel keine gesetzliche Unfallversicherung. Du bist nicht automatisch über eine Berufsgenossenschaft versichert, es sei denn, du versicherst dich dort freiwillig, was nur wenige tun. Die Versicherungspflicht nach § 2 SGB VII erfasst vor allem Beschäftigte, nicht typische Solo-Selbstständige. Ein Unfall in der Freizeit oder sogar bei der Arbeit ist damit oft komplett dein finanzielles Risiko. Welche Absicherungen für dich in welcher Reihenfolge wirklich sinnvoll sind, habe ich in meinem Überblick zu den Versicherungen für Selbstständige zusammengefasst.
Gründer in der Anfangsphase
Gerade in der Gründungsphase reicht das Budget oft nicht für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Unfallversicherung ist dann eine sinnvolle Basisabsicherung: Sie ist deutlich günstiger und deckt zumindest das Unfallrisiko ab. Viele meiner Mandanten starten mit einer Unfallversicherung und ergänzen die BU, sobald das Unternehmen stabil läuft. Wichtig ist nur, die Unfallversicherung nicht mit einem echten Arbeitskraftschutz zu verwechseln, denn sie zahlt ausschließlich bei Unfällen, nicht bei Krankheit.
Angestellte mit hohem Freizeitrisiko
Auch als Angestellter hast du in der Freizeit keinen gesetzlichen Unfallschutz. Wenn du regelmäßig Sport treibst, Motorrad fährst, wanderst oder handwerklich arbeitest, ist die private Unfallversicherung eine kluge Ergänzung zu deiner gesetzlichen Absicherung.
Familien mit Kindern
Kinder sind zwar in Kita und Schule gesetzlich unfallversichert, aber nicht zu Hause oder beim Spielen im Garten. Gerade bei Kindern kann ein schwerer Unfall lebenslange Folgen haben. Viele Tarife bieten günstige Familientarife an, mit denen du alle Familienmitglieder zu einem gemeinsamen Beitrag absichern kannst.
Was kostet eine private Unfallversicherung?
Die Kosten hängen von Grundsumme, Progression, Alter, Beruf und gewählten Zusatzleistungen ab. Die folgende Übersicht ist eine grobe Marktorientierung und kein Angebot. Was du am Ende zahlst, ergibt sich erst aus deinem konkreten Tarif:
| Konfiguration | Monatlicher Beitrag (Orientierung) |
|---|---|
| 50.000 € Grundsumme, 225% Progression, Basis | 8–12 € |
| 100.000 € Grundsumme, 350% Progression, Komfort | 15–22 € |
| 100.000 € Grundsumme, 500% Progression, Premium | 20–30 € |
| 150.000 € Grundsumme, 500% Progression, Premium mit Unfallrente | 28–45 € |
Für einen mittleren zweistelligen Monatsbeitrag bekommst du bereits einen soliden Schutz. Das ist oft weniger als ein Streaming-Abo, kann im Ernstfall aber über deine finanzielle Zukunft mitentscheiden. Im Vergleich zur BU, die je nach Beruf und Alter deutlich teurer ausfällt, ist die Unfallversicherung eine erschwingliche Grundabsicherung.
Genau hier kommt oft ein Einwand: „Wie oft hat man denn ein Unfall. Man zahlt da immer einen Haufen Beiträge.“ Das höre ich in Gesprächen immer wieder, und statistisch stimmt es sogar, die meisten Menschen erleben nie einen schweren Unfall. Das Problem ist nur die andere Seite der Wahrscheinlichkeit: Wenn es passiert, geht es schnell um die Existenz. Eine Versicherung, die man selten braucht, aber im Ernstfall dringend, ist genau der Fall, für den sich ein kleiner Monatsbeitrag rechnet.
Worauf du bei der Tarifwahl achten solltest
Die Auswahl des richtigen Tarifs entscheidet darüber, ob deine Unfallversicherung im Ernstfall wirklich hält, was sie verspricht. Beginne mit der Grundsumme: Als Orientierung empfehle ich mindestens das Dreifache deines Jahresbruttoeinkommens. Bei 50.000 Euro Einkommen also mindestens 150.000 Euro Grundsumme, damit die Auszahlung bei schwerer Invalidität ausreicht, um dein Leben finanziell neu aufzustellen.
Die Progression sollte bei mindestens 350 Prozent liegen, besser bei 500 Prozent. Der Aufpreis von wenigen Euro im Monat lohnt sich in der Regel, weil die Wirkung bei schweren Unfällen groß ist. Ebenso wichtig ist eine verbesserte Gliedertaxe, denn wie oben gezeigt kann der Unterschied in der Auszahlung erheblich sein.
Achte außerdem auf den Mitwirkungsanteil: Dieser regelt, ab welchem Anteil die Leistung gekürzt wird, wenn Vorerkrankungen am Unfallschaden mitgewirkt haben. Ich empfehle einen Mitwirkungsanteil, der erst ab 50 Prozent oder höher greift, damit deine Leistung nicht schon bei geringfügiger Vorbelastung gemindert wird. Wenn du keine Berufsunfähigkeitsversicherung hast, ist eine Unfallrente ab 50 Prozent Invalidität besonders wertvoll, weil sie dir ein regelmäßiges Einkommen sichern kann und nicht nur eine einmalige Auszahlung.
Unfälle durch Eigenbewegung, also zum Beispiel Umknicken beim Joggen oder eine Verrenkung beim Sport, sollten in einem guten modernen Tarif mitversichert sein. Prüfe das explizit, denn ältere oder sehr günstige Tarife schließen diese Fälle manchmal aus. Ebenso relevant ist die Infektionsklausel, die je nach Bedingungswerk Schutz bei Infektionen durch Insektenstiche oder Zeckenbisse bietet und gerade für Outdoor-Fans interessant ist.
Bei den Fristen gilt: Die Invalidität muss nach dem Unfall innerhalb einer im Vertrag genannten Frist eingetreten und ärztlich festgestellt sein, häufig innerhalb von 15 beziehungsweise 18 Monaten. Diese Fristen unterscheiden sich zwischen den Tarifen, und je großzügiger sie gestaltet sind, desto besser für dich, denn manche Unfallfolgen zeigen sich erst spät in vollem Umfang. Der Blick ins Bedingungswerk lohnt sich hier besonders. Und falls du Mountainbike fährst, kletterst, Ski fährst oder anderen risikoreichen Sport betreibst, solltest du die Ausschlussklauseln genau prüfen. Manche Tarife schließen bestimmte Sportarten aus oder verlangen Zuschläge, ein guter Tarif deckt auch aktive Freizeitgestaltung möglichst ohne Einschränkungen ab.
Private vs. gesetzliche Unfallversicherung im Vergleich
| Merkmal | Gesetzliche UV | Private UV |
|---|---|---|
| Schutzbereich | Nur Arbeits-/Wegeunfälle | Weltweit, 24/7 |
| Freizeitunfälle | Nicht versichert | Versichert |
| Für Selbstständige | Meist nicht vorhanden | Frei wählbar |
| Leistung | Heilbehandlung, Unfallrente | Einmalzahlung, Rente, Tagegeld |
| Beitrag | Arbeitgeber zahlt | Selbst finanziert |
| Flexibilität | Kein Einfluss auf Leistungen | Individuell konfigurierbar |
| Gliedertaxe | Keine (MdE-Bewertung) | Vertraglich festgelegt |
| Gesundheitsprüfung | Keine | Meist einfache Gesundheitsfragen |
Die gesetzliche Unfallversicherung ist in SGB VII geregelt und bietet zwar umfassende Leistungen bei Arbeitsunfällen, lässt aber die Freizeit weitgehend ungeschützt. Die Invaliditätssumme und wie du sie richtig bemisst, habe ich ebenfalls ausführlich erklärt.
Fazit
Die private Unfallversicherung ist kein Luxus, sondern eine Grundabsicherung, die für viele sinnvoll ist. Für Selbstständige und Gründer ist sie besonders relevant, weil die gesetzliche Unfallversicherung in den meisten Fällen gar nicht greift.
Die gute Nachricht: Solider Unfallschutz ist schon für einen mittleren zweistelligen Monatsbeitrag zu haben. Achte auf eine ausreichend hohe Grundsumme, mindestens 350 Prozent Progression und eine verbesserte Gliedertaxe, dann bist du für den Ernstfall gut aufgestellt.
Wenn du dir unsicher bist, welche Konfiguration für deine persönliche Situation sinnvoll ist, melde dich gern bei mir. Ich schaue mir dein Risikoprofil an, vergleiche Tarife mit Zugang zum Großteil des Marktes und finde eine Lösung, die zu deiner Situation passt, kostenfrei und ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Ja, dringend. Selbstständige sind in der Regel nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Ein Unfall — egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit — ist komplett dein eigenes finanzielles Risiko. Die private Unfallversicherung ist daher eine der wichtigsten Basisabsicherungen für Selbstständige.
Guter Unfallschutz ist bereits ab 8 bis 12 Euro monatlich zu haben. Für einen Komfort-Tarif mit 100.000 Euro Grundsumme und 350% Progression zahlst du zwischen 15 und 22 Euro im Monat. Premium-Tarife mit 500% Progression kosten 20 bis 30 Euro.
Progression sorgt dafür, dass bei schweren Verletzungen überproportional hohe Leistungen ausgezahlt werden. Ohne Progression erhältst du bei 50% Invalidität genau 50% der Grundsumme. Mit 500% Progression können bei 100% Invalidität bis zu 500.000 Euro ausgezahlt werden — bei einer Grundsumme von 100.000 Euro.
Die Gliedertaxe ist eine Tabelle, mit der der Invaliditätsgrad bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit von Körperteilen festgelegt wird. Je nach Versicherer variieren die Werte. Eine verbesserte Gliedertaxe kann im Leistungsfall über 100.000 Euro Unterschied bei der Auszahlung ausmachen.
Als Faustregel gilt: mindestens das Dreifache deines Jahresbruttoeinkommens. Bei 50.000 Euro Jahreseinkommen wären das 150.000 Euro Grundsumme. In Kombination mit 500% Progression ergibt das bei Vollinvalidität bis zu 750.000 Euro Auszahlung.
Nein. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen, nicht in der Freizeit. Rund 70 Prozent aller Unfälle passieren aber im Haushalt oder in der Freizeit. Selbstständige sind oft gar nicht gesetzlich unfallversichert.
Besonders empfehlenswert sind Unfallrente (ab 50% Invalidität), Übergangsleistung, ein hoher Mitwirkungsanteil (erst ab 50%), Eigenbewegung als versichertes Ereignis, Infektionsklausel sowie kosmetische Operationen und Bergungskosten.
Ja, die private Unfallversicherung gilt weltweit und rund um die Uhr — also auch bei Sport, im Urlaub und zu Hause. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung, die nur berufliche Unfälle abdeckt.