Zum Inhalt springen
Für Gründer Leistungen Über mich Blog Termin buchen
Berufsunfähigkeit
BU vs. Dread Disease

BU oder Dread Disease?
Was zahlt wann.

Die BU zahlt eine monatliche Rente bei reduzierter Arbeitsfähigkeit. Dread Disease zahlt ein steuerfreies Kapital bei vertraglich definierten Diagnosen. Beide schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich oft. Wann welche, hängt von Beruf, Lebensphase und Gesundheit ab.

Rente
monatlich, BU
Kapital
einmalig, DD
steuerfrei
DD-Auszahlung
100%
kostenlos für dich
Der fundamentale Unterschied

Acht Kriterien im Direktvergleich

BU und Dread Disease öffnen zwei vollkommen unterschiedliche Schutzräume. Die BU sichert deine Arbeitskraft ab, Dread Disease deckt das akute Risiko schwerer Diagnosen. Wer den Unterschied versteht, kann beide gezielt kombinieren.

KriteriumBerufsunfähigkeitsversicherungDread Disease
AuslöserMindestens 50 Prozent BU im zuletzt ausgeübten Beruf, mindestens 6 Monate, ärztlich nachgewiesen.Diagnose einer vertraglich definierten Krankheit mit definiertem Schweregrad.
LeistungsformMonatliche Rente bis zum vereinbarten Endalter (meist 67).Einmaliges Kapital (zum Beispiel 50.000 bis 250.000 Euro).
AbdeckungAlle Ursachen, an den konkret ausgeübten Beruf gekoppelt.Nur konkret gelistete Diagnosen mit Schweregrad-Kriterien.
GesundheitsprüfungStreng, viele Gesundheitsfragen für 3 bis 10 Jahre Rückblick.Etwas einfacher, weil das Leistungsspektrum enger ist.
Beispiel-Beitrag (35 J., Akademiker)70 bis 130 Euro im Monat für 3.000 Euro Rente.25 bis 55 Euro im Monat für 100.000 Euro Kapital.
WartezeitKeine. Sofort wirksam.3 bis 6 Monate je nach Diagnose, üblich sind 6 Monate für Krebs.
28-Tage-KlauselNicht vorhanden.Marktstandard. Die versicherte Person muss die Diagnose 28 Tage überleben.
Steuerliche BehandlungBeitrag in Grenzen abziehbar (§ 10 EStG), Rente steuerpflichtig.Beitrag nicht abziehbar, die Kapital-Auszahlung dagegen steuerfrei.
Versicherte Krankheiten Dread Disease

Welche Diagnosen typische Tarife abdecken

Anbieter unterscheiden sich erheblich: manche Tarife listen rund 30 Erkrankungen, andere über 50 Auslöser, wieder andere teilen in Standardkatalog und Erweiterung. Hier die wichtigsten Kerndiagnosen, die in praktisch allen Tarifen enthalten sind, mit den Schweregrad-Bedingungen, die Versicherer fast immer fordern.

Herzinfarkt

Typische Symptome plus EKG-Veränderung plus erhöhte Herzenzyme plus Funktionsbeeinträchtigung nötig.

Schlaganfall

Dauerhafte (mindestens drei Jahre) neurologische Ausfälle nötig. Eine vorübergehende Durchblutungsstörung ist ausgeschlossen.

Krebs (invasiv)

Nicht-invasive Frühstadien ausgeschlossen. Prostatakrebs erst ab einem definierten Stadium, Melanom ab einer bestimmten Eindringtiefe.

Multiple Sklerose

Chronisch-progredient oder schubförmig mit mindestens drei Jahre anhaltenden Funktionseinschränkungen.

Nierenversagen (terminal)

Dialyse- oder Transplantationspflicht.

Gutartiger Hirntumor

Zysten sowie Hypophysen- und Zirbeldrüsen-Tumore sind in der Regel ausgeschlossen.

Koronare Bypass-OP

Mit Brustraum-Öffnung und mindestens zwei Gefäßen. Eine Stent-Implantation reicht nicht.

Querschnittslähmung

Vollständige Tetraplegie, Paraplegie oder Hemiplegie für mindestens drei Monate.

Alzheimer / Demenz

Häufig nur vor dem 67. Geburtstag und mit mindestens drei von sechs Alltagsbeeinträchtigungen.

Parkinson

Funktionale Schwere nötig, also motorische Einschränkungen mit Pflegerelevanz.

Quellen: aktuelle marktübliche AVB-Bedingungswerke der gängigen Dread-Disease-Tarife (Stand 2025). Die genaue Definition je Diagnose unterscheidet sich zwischen Anbietern, im Check prüfe ich die für dich relevanten Tarife konkret.

Was es konkret kostet

Beitragsbeispiel: 35-jähriger IT-Berater, Nichtraucher

ProduktLeistungBeitrag im Monat
BU allein3.000 Euro Rente bis 6770 bis 130 Euro
Dread Disease allein100.000 Euro Kapital25 bis 55 Euro
Kombination3.000 Euro BU plus 100.000 Euro DD95 bis 180 Euro

Die Spannen ergeben sich aus Tarif-Qualität, Klausel-Verzichten und individueller Gesundheitsprüfung. Konkrete Beiträge berechne ich im 20-Minuten-Check.

Wann was sinnvoll ist

Vier Lebenslagen mit Empfehlung

1

Akademiker, 28 bis 40, gesund

Berufseinstieg liegt hinter dir, Einkommen steigt, gesundheitlich noch keine Auffälligkeiten. Beide Produkte sind erschwinglich.

Empfehlung: BU zuerst (Hauptschutz), Dread Disease als Ergänzung mit 50.000 bis 100.000 Euro Kapital. Steuerfreies Kapital deckt die Diagnose-Phase ab, die BU sichert die monatliche Liquidität.
2

Handwerker, BU teuer oder schwer annehmbar

Körperlicher Beruf, hohe Risikoklasse, BU mit hohen Ausschlüssen oder unbezahlbar.

Empfehlung: Dread Disease als Alternative oder Ergänzung zur Grundfähigkeitsversicherung. Vorteil: kein Berufsbezug, gleiche Prämie für alle Berufe. Grenze: deckt typische Handwerker-BU-Ursachen wie Rücken und Psyche nicht.
3

Bestandskunde mit BU, will aufstocken

BU existiert, Vorerkrankungen seit Abschluss aufgetreten, neue Gesundheitsprüfung schwierig.

Empfehlung: Anonyme Voranfrage für Dread Disease bei mehreren Versicherern. Läuft die BU ohne Einschränkungen, ist eine Dread-Disease-Ergänzung oft auch nach Diagnosen noch möglich. Prüfen, ob im BU-Vertrag eine Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung steht.
4

50 plus, Lückenfüller bis Rente

BU oft nicht mehr realistisch zum Abschluss. Liquiditätspuffer für den Übergang in die Rente fehlt.

Empfehlung: Dread Disease bis Endalter 67 als Kapitalpuffer. Bei Diagnose steuerfreies Kapital, das den Vermögensschaden bis zur regulären Altersrente abdecken kann.
Häufige Fragen

Alles zu BU und Dread Disease.

Eine Frage fehlt? Schreib mir oder buche direkt ein 20-minütiges Erstgespräch, auch ohne fertige Frage im Kopf.

Frage stellen

Ja, und das ist die empfohlene Lösung für gesunde Akademiker. Beide Produkte schließen sich nicht aus, sie decken vollkommen unterschiedliche Risiken ab. Die BU ersetzt monatliches Gehalt bei reduzierter Arbeitsfähigkeit, Dread Disease zahlt ein steuerfreies Kapital bei schwerer Diagnose. Im Diagnose-Fall, etwa bei Krebs, hilft das Dread-Disease-Kapital, akute Mehrkosten zu decken und Einkommen zu überbrücken, bis die BU greift. Die Beitragslast für die Kombination liegt bei 35-Jährigen bei rund 95 bis 180 Euro im Monat.

Ja. Dread Disease zahlt bei Diagnose, nicht bei Arbeitsunfähigkeit. Wer Krebs diagnostiziert bekommt und nach erfolgreicher Therapie wieder voll arbeitet, behält das ausgezahlte Kapital trotzdem. Genau das ist der wesentliche Unterschied zur BU: Dread Disease ist Diagnose-getrieben, nicht Arbeitsfähigkeits-getrieben.

Nein. Burnout, Depressionen, Rückenerkrankungen und Bandscheibenvorfälle sind in keinem Standardkatalog enthalten. Diese Diagnosen sind aber die statistisch häufigsten BU-Ursachen. Hier zeigt sich die klare Überlegenheit der BU: für psychische und Skelett-Erkrankungen ist nur die BU verlässlicher Schutz. Dread Disease deckt das akute Risiko schwerer Diagnosen ab (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und weitere), nicht die schleichenden Volkserkrankungen.

Bei den meisten Dread-Disease-Tarifen muss die versicherte Person die Diagnose mindestens 28 Tage überleben. Stirbt sie innerhalb dieser Frist, wird das Kapital nicht ausgezahlt. So heißt es sinngemäß in den marktüblichen Bedingungen: Die versicherte Person muss nach der Diagnose mindestens 28 Tage überleben. Das schließt Dread Disease als Erbschaftsersatz aus, dafür ist eine Risikolebensversicherung die richtige Lösung.

Carcinoma in situ ist ein nicht-invasives Krebsstadium, die Krebszellen sind in der ursprünglichen Gewebeschicht eingegrenzt und haben nicht gestreut. Die gängigen Tarife schließen es explizit aus, weil die Behandlung meist erfolgreich und ohne dauerhafte Folgeschäden verläuft. Auch nicht versichert: Prostatakrebs unter einem definierten Stadium und Melanom unter einer bestimmten Eindringtiefe. Diese Schwellen sind in den Bedingungen konkret benannt.

Bei Vertragsabschluss gibt es für bestimmte Diagnosen eine Wartezeit. Üblich sind sechs Monate Wartezeit für Krebsdiagnosen, wer in dieser Zeit Krebs diagnostiziert bekommt, hat keinen Anspruch. Nach Ablauf der Wartezeit wirkt der volle Schutz. Diese Klausel schützt den Versicherer davor, dass jemand erst bei bereits bestehender, aber noch nicht diagnostizierter Erkrankung abschließt.

Ja, die geprüften Top-Tarife bieten Nachversicherungsanlässe. Typisch sind Heirat, Geburt eines Kindes, Hauskauf, Gehalts-Sprung oder der Schritt in die Selbstständigkeit. Pro Anlass kann die Versicherungssumme um einen vertraglich festgelegten Betrag erhöht werden, ohne neue Gesundheitsfragen. Anlasskataloge und Höchstgrenzen unterscheiden sich zwischen Anbietern, prüfen, was zu deinen Lebensplänen passt.

Ja, deutlich mehr als für Angestellte. Selbstständige haben kein Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse, beziehungsweise nur gegen Aufpreis als Wahltarif. Eine schwere Diagnose bedeutet sofort: keine Aufträge, keine Einkünfte, oft hohe Folgekosten im Betrieb. Das steuerfreie Dread-Disease-Kapital kann die Betriebsfortführung sichern, eine Vertretung finanzieren oder den geordneten Rückzug aus der Selbstständigkeit ermöglichen.

Erstgespräch · Kostenlos

Welcher Schutz-Mix
passt zu dir?

20 Minuten reichen, um BU, Dread Disease oder die Kombination für deine konkrete Lebenslage durchzuspielen. Beitragsvergleich inklusive.

Kein Verkaufsgespräch20 Min · Per Video oder TelefonMakler aus Berlin
Kostenlosen Check buchen