1. Start
  2. Rechtsschutz
  3. Berufsrechtsschutz

Berufs­rechtsschutz

Kündigung, Abmahnung, ein schlechtes Zeugnis oder ausstehender Lohn: Arbeitsrechts­streitigkeiten landen oft vor dem Arbeitsgericht. Und in der ersten Instanz trägt jede Seite ihre Anwaltskosten selbst, auch wenn du gewinnst. Genau dieses Risiko nimmt dir der Berufs­rechtsschutz ab.

Wofür ist sie da

Damit du im Streitfall nicht aus Kostenangst nachgibst.

Wer braucht sie

  • Arbeitnehmer, Beamte und Richter, die sich bei Kündigung, Abmahnung, Zeugnis oder Lohnstreit gegen den Arbeitgeber wehren wollen. Beschäftigst du privat eine Haushaltshilfe oder Pflegekraft, bist du in vielen Tarifen auch als Arbeitgeber geschützt.

Was versichert ist und was nicht

Von der Kündigungsschutz­klage bis zum Streit ums Zeugnis: Hier die typischen Fälle, in denen wir an deiner Seite stehen.

Was in deinem Fall gilt, steht in den Bedingungen des einzelnen Tarifs.

In der Regel versichert

  • Kündigung: Kündigungsschutz­klage gegen eine unwirksame Kündigung. Hier zählt jeder Tag, die Klagefrist beträgt nur drei Wochen.
  • Abmahnung: Abwehr unberechtigter Abmahnungen und deren Entfernung aus der Personalakte.
  • Arbeitszeugnis: Streit um ein zu schlechtes oder fehlerhaftes Zeugnis, das deine nächste Bewerbung gefährdet.
  • Lohn und Gehalt: Wenn Lohn, Überstunden, Urlaubsabgeltung oder Boni nicht oder zu spät gezahlt werden.
  • Aufhebungsvertrag: Prüfung von Aufhebungs- und Abwicklungsverträgen, bevor du unterschreibst, ohne vorherigen Rechtsverstoß je nach Tarif nur bis zu einer Höchstgrenze.
  • Diskriminierung: Auseinander­setzungen rund um Benachteiligung am Arbeitsplatz nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

In der Regel nicht versichert

  • Streit aus einer selbstständigen oder gewerblichen Tätigkeit, aus dem Anstellungsvertrag als Geschäftsführer oder Vorstand und aus dem kollektiven Arbeitsrecht, etwa über Rechte des Betriebsrats. Ebenso Fälle, die vor Vertragsbeginn oder in der Wartezeit entstanden sind, zum Beispiel eine schon ausgesprochene Kündigung.

Bei der Kündigung zählt jeder Tag

Gegen eine Kündigung musst du innerhalb von drei Wochen Klage einreichen, sonst gilt sie als wirksam. Der Schutz selbst hat aber drei Monate Wartezeit und gilt nicht rückwirkend. Wer früh abschließt, ist im Ernstfall handlungsfähig. Mehr dazu in der Wartezeit-Übersicht.

Häufige Irrtümer

Diese Annahmen kosten Arbeitnehmer im Ernstfall bares Geld. Hier die Fakten dazu.

Annahme
Was gilt
„Arbeitgeber müssen sich ans Gesetz halten, da braucht es keinen Schutz."
Müssen schon, aber durchsetzen musst du es selbst. Vor dem Arbeitsgericht trägt in der ersten Instanz jede Seite ihre Anwaltskosten selbst, auch der Gewinner. Ohne Berufs­rechtsschutz bleibst du auf diesen Kosten sitzen.
„Wenn die Kündigung da ist, schließt man schnell ab."
Zu spät. Versichert sind nur Fälle, die nach Vertragsbeginn und nach Ablauf der Wartezeit von drei Monaten entstehen. Eine bereits ausgesprochene Kündigung ist nicht mehr abgedeckt. Deshalb gilt: abschließen, solange alles ruhig ist.
„Als Selbstständiger nimmt man den Berufs­rechtsschutz."
Der private Berufs­rechtsschutz gilt nur für Arbeitnehmer. Sobald du selbstständig oder als Geschäftsführer tätig bist, brauchst du den Firmen­rechtsschutz, der deine beruflichen Streitfälle aus Unternehmersicht abdeckt.
„Den Aufhebungsvertrag lässt man vor der Unterschrift auf Kosten der Versicherung prüfen.“
Das klappt nicht immer. Ohne vorherigen Rechtsverstoß, etwa eine angedrohte Kündigung, liegt oft noch kein Versicherungsfall vor. Viele Tarife übernehmen die Beratung dann nur bis zu einer Höchstgrenze, manche gar nicht. Ein Blick in die Bedingungen vor dem Gespräch mit dem Arbeitgeber lohnt sich.
Vereinfacht. Was in deinem Fall gilt, steht in den Bedingungen des einzelnen Tarifs.

Beispielszenarien

Frei erfundene, aber typische Situationen. Keine echten Fälle. Was der Versicherer im Einzelfall leistet, hängt vom Tarif ab.

Abmahnung nach der Krankmeldung

Beispielszenario

Eine Angestellte im Vertrieb ist mehrere Wochen krankgeschrieben. Kurz nach ihrer Rückkehr erhält sie eine Abmahnung, die sie für unberechtigt hält, und der Arbeitgeber deutet eine Kündigung an. Ihr Rechtsschutz läuft seit zwei Jahren.

Was ein passender Tarif typischerweise leistet

Liegt der Verstoß nach Ablauf der Wartezeit, übernimmt der Arbeits-Rechtsschutz in der Regel die Kosten für den Anwalt, der gegen die Abmahnung vorgeht und eine mögliche Kündigungsschutz­klage vorbereitet, sowie die Gerichtskosten, abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung.

Was den Beitrag bestimmt

Eine Zahl ohne Kontext wäre geraten.

  • Bausteine und Selbstbeteiligung

    Ob du den Berufsbaustein allein oder im Paket mit Privat, Verkehr und Wohnen wählst und welche Selbstbeteiligung du vereinbarst, bestimmt den Beitrag am stärksten.

Der Berufsbaustein wird meist zusammen mit dem Privat-Rechtsschutz angeboten. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung senkt den laufenden Beitrag. Den exakten Beitrag berechnen wir kostenlos im Vergleich.

Häufige Fragen

Was kostet ein Berufsrechtsschutz?

Der Berufsbaustein wird meist mit dem Privat-Baustein kombiniert. Als Erfahrungswert liegt eine solche Kombination oft zwischen 12 und 22 Euro pro Monat, je nach Selbstbeteiligung und Anbieter. Konkrete Beiträge nennen wir dir nach dem Vergleich.

Richtwert, abhängig von Tarif und Risiko, Stand 10/2026.

Gibt es einen Berufsrechtsschutz ohne Wartezeit?

Beim Neuabschluss gilt in der Regel eine Wartezeit von drei Monaten. Ohne Wartezeit geht es nur, wenn du von einem bestehenden Rechtsschutz wechselst und die Risiken über eine Differenzdeckung mitnimmst. Wer mit einem Konflikt rechnet, sollte deshalb frühzeitig abschließen.

Ist der Berufsrechtsschutz steuerlich absetzbar?

Der berufsbezogene Anteil deines Beitrags kann als Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden. Wie hoch dieser Anteil ist und wie du ihn korrekt einträgst, klärst du am besten mit deinem Steuerberater. Den Vertrag selbst suchen wir dir passend heraus.

Deckt der Berufsrechtsschutz eine Kündigungsschutzklage?

Ja, das ist einer der Hauptanwendungsfälle. Wichtig ist das Timing: Die Klagefrist nach einer Kündigung beträgt nur drei Wochen, und der Versicherungsfall muss nach Ablauf der Wartezeit liegen. Deshalb gehört der Schutz abgeschlossen, bevor es kritisch wird.

Gilt der Berufsrechtsschutz auch für Selbstständige?

Nein. Der private Berufsrechtsschutz ist für Arbeitnehmer gedacht. Als Selbstständiger oder Geschäftsführer brauchst du den Firmenrechtsschutz, der Arbeitsrecht aus Arbeitgebersicht, Vertragsrecht und Forderungseinzug abdeckt.

Wann sollte ich abschließen?

Am besten dann, wenn dein Arbeitsverhältnis stabil ist und kein Streit absehbar. Wegen der Wartezeit von drei Monaten kommt der Schutz zu spät, wenn der Konflikt schon läuft. Mehr zu den Wartezeiten findest du in unserer Übersicht.

Auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber.

Im Erstgespräch klären wir, ob dir der Berufsbaustein reicht oder ob eine Kombination mit Privat, Verkehr und Wohnen sinnvoller ist. Und wir sagen dir, worauf du bei der Wartezeit achten musst. Ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

20Minuten
  • Videocall oder Telefon, du entscheidest
    Oder ruf an: 030 46067572
  • Du bekommst eine Einschätzung, keinen Vertrag
  • Danach weißt du, was jetzt dran ist und was warten kann