Wohngebäudeversicherung
Dein Haus ist meist dein größtes Investment. Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst: Wände, Dach, Heizung und fest verbaute Einrichtung. Für Eigenheimbesitzer sehr zu empfehlen.
Wofür ist sie da
Dein Gebäude ist ständig Risiken ausgesetzt. Ein einziger größerer Schaden kann ohne Versicherung schnell sechsstellig werden.
Typische Gefahren am Gebäude
- Feuer und Brand: Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion an deinem Gebäude.
- Leitungswasser: Rohrbruch, undichte Leitungen und Frostschäden an Rohren.
- Sturm und Hagel: Sturmschäden am Dach, an Fassade und Fenstern ab Windstärke 8 sowie Hagel. (Quelle: Wohngebäudebedingungen eines Tarifs, Stand 08/2020, Teil A Ziff. 4.2)
- Elementargefahren: Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch und Schneedruck, als Zusatzbaustein.
- Mietausfall: Wird dein Gebäude nach einem Schaden unbewohnbar, ersetzt die Versicherung entgangene Mieteinnahmen.
- Abwehr und Folgekosten: Aufräum-, Abbruch- und Schutzkosten nach einem versicherten Schaden gehören dazu.
Wer braucht sie
Du brauchst sie, wenn du …
- Du besitzt ein Haus oder eine Eigentumswohnung
- Du bist Vermieter einer Immobilie
- Du hast kürzlich ein Haus gekauft oder gebaut
- Dein Haus ist älter und hat alte Leitungen
- Du wohnst in einem Gebiet mit Hochwasserrisiko
- Deine Bank verlangt eine Gebäudeversicherung bei der Finanzierung
Eher nicht, wenn du …
- Du wohnst zur Miete, dann brauchst du eine Hausratversicherung
- Du besitzt keine Immobilie
Was versichert ist und was nicht
Versichert ist alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist. Das sind die wichtigsten Bausteine.
Was in deinem Fall gilt, steht in den Bedingungen des einzelnen Tarifs.
In der Regel versichert
- Feuer und Brand: Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion, also Reparatur oder Wiederaufbau des Gebäudes nach einem Brandschaden.
- Leitungswasser: Rohrbruch, undichte Leitungen und Frostschäden an Rohren, inklusive Trocknung und Reparatur der beschädigten Bauteile.
- Sturm und Hagel: Schäden am Dach, an Fassade und Fenstern ab Windstärke 8 sowie Hagelschäden am Gebäude. (Quelle: Wohngebäudebedingungen eines Tarifs, Stand 08/2020, Teil A Ziff. 4.2)
- Elementarschäden (Zusatz): Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch und Schneedruck. Dringend empfehlenswert und nicht automatisch enthalten.
- Fest verbaute Gebäudeteile: Heizungsanlagen, sanitäre Installationen, Aufzüge, Markisen und Carport, also alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist.
- Mietausfall: Wird dein Gebäude nach einem Schaden unbewohnbar, erstattet die Versicherung das entgangene Mieteinkommen.
In der Regel nicht versichert
- Vorsätzlich herbeigeführte Schäden sowie Schäden durch Krieg, innere Unruhen und Kernenergie, und Erdbeben, solange es nicht über den Elementar-Baustein eingeschlossen ist. Beim Leitungswasser zählen Grundwasser, Hochwasser und Rückstau durch Regen nicht dazu, beim Sturm nicht Lawinen, Schneedruck und Regen durch offen gelassene Fenster. Auch Schäden am noch nicht bezugsfertigen Gebäude sind in der Regel ausgenommen.
Wichtig: Elementarschäden durch Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau sind nicht automatisch enthalten und sollten separat eingeschlossen werden. Welche Bausteine du wirklich brauchst, klären wir gemeinsam im Check.
Beispielszenarien
Frei erfundene, aber typische Situationen. Keine echten Fälle. Was der Versicherer im Einzelfall leistet, hängt vom Tarif ab.
Der Rohrbruch
Beispielszenario
Eine alte Wasserleitung platzt, Keller und Erdgeschoss stehen unter Wasser. Estrich, Heizung und Putz sind beschädigt.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Trocknung, Sanierung und Reparatur der Leitungen gehen schnell in den fünfstelligen Bereich. Die Gebäudeversicherung übernimmt das in der Regel.
Der Sturmschaden
Beispielszenario
Ein Orkan reißt Dachziegel und Teile der Dachkonstruktion ab, danach dringt Regenwasser in das Haus ein.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Dachsanierung plus Folgeschäden durch eindringendes Wasser, ohne Versicherung trägst du beides selbst.
Das Feuer
Beispielszenario
Ein defekter Trockner im Keller fängt Feuer, der Brand breitet sich auf die Haustechnik aus.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Heizungsanlage, Elektrik und Kellerwände müssen saniert werden, schnell ein sechsstelliger Schaden.
Was den Beitrag bestimmt
Eine Zahl ohne Kontext wäre geraten. Deshalb hier die Faktoren und daneben drei typische Stufen als Richtwert.
Für ein Einfamilienhaus oft schon für ein paar Euro im Monat. Diese vier Faktoren bestimmen den Beitrag.
Gebäudetyp
Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder vermietete Immobilie wirken stark auf den Beitrag.
Baujahr und Bauweise
Alte Leitungen, Heizungen und Baumaterialien erhöhen das Risiko und damit den Beitrag.
Wohnfläche und Gebäudewert
Größere und wertvollere Gebäude bedeuten höhere Versicherungssummen.
Standort und ZÜRS-Zone
Die Hochwasser-Gefährdungszone am Standort beeinflusst vor allem den Elementarschutz.
Einfamilienhaus, Standard
Eigenheim in Standardbauweise · Grunddeckung
ab etwa 25 bis 50 €
pro Monat
Einfamilienhaus mit Elementar
Inklusive Schutz bei Starkregen und Überschwemmung
ab etwa 40 bis 80 €
pro Monat
Mehrfamilienhaus, Vermieter
Größere Gebäude und Mietimmobilien
ab etwa 60 bis 200 €
pro Monat
Richtwerte zur Orientierung, abhängig von Tarif und Risiko, Stand 10/2026. Den Beitrag für deinen Fall berechnen wir im Vergleich.
Richtwerte zur Orientierung. Die Kosten hängen stark von Gebäudetyp, Baujahr, Standort und gewünschtem Schutz ab. Den exakten Beitrag berechnen wir kostenlos im Check.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wohngebäudeversicherung?
Das hängt stark von Gebäudetyp, Baujahr, Standort und gewünschtem Schutz ab. Für ein Einfamilienhaus in Standardbauweise sind es oft rund 25 bis 50 Euro im Monat, mit Elementarschutz entsprechend mehr. Den exakten Beitrag berechnen wir kostenlos im Check.
Richtwert, abhängig von Tarif und Risiko, Stand 10/2026.
Welche Faktoren bestimmen den Beitrag?
Vor allem Gebäudetyp, Baujahr und Bauweise, Wohnfläche und Wert 1914, der Standort mit seiner ZÜRS-Zone sowie die Frage, ob Elementarschutz eingeschlossen ist. Je nach Profil sind die Beiträge sehr unterschiedlich.
Brauche ich als Eigentümer eine Wohngebäudeversicherung?
Dringend empfohlen. Dein Haus ist vermutlich dein größtes Investment. Ohne Gebäudeversicherung trägst du alle Reparaturkosten selbst, ein Brandschaden kann schnell sechsstellig werden. Bei einer Finanzierung verlangt die Bank sie ohnehin.
Was ist der Unterschied zur Hausratversicherung?
Die Gebäudeversicherung versichert das Gebäude selbst, also Wände, Dach, Boden und fest verbaute Installationen. Die Hausrat versichert den Inhalt, also Möbel, Elektronik und Kleidung. Beide ergänzen sich, als Eigentümer brauchst du in der Regel beides.
Brauche ich Elementarschutz?
Unbedingt empfehlenswert. Starkregen kann überall auftreten, nicht nur in klassischen Hochwassergebieten. Die Häufigkeit von Starkregenereignissen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ohne Elementarschutz bist du bei Überschwemmung oder Rückstau komplett ungeschützt.
Was deckt eine Wohngebäudeversicherung ab?
Die Grunddeckung umfasst Feuer und Brand, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Versichert ist alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist: Wände, Dach, Heizung, sanitäre Installationen und fest verbaute Einrichtung. Elementarschäden sind ein wichtiger Zusatzbaustein.
Was ist der Wert 1914?
Ein fiktiver Berechnungswert, der den Neubauwert deines Hauses in den Preisen von 1914 angibt. Multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex ergibt sich der heutige Wiederaufbauwert. Damit lässt sich eine Unter- oder Überversicherung vermeiden.
Quelle: Bedingungswerk einer Wohngebäudeversicherung (VGB 2008, Wert 1914), Tarifstand 2022-12-01, Ziff. 9.2 ("Versicherungswert 1914 ist der ortsübliche Neubauwert des Gebäudes ... nach Preisen des Jahres 1914")
Was ist bei älteren Häusern zu beachten?
Ältere Häuser haben oft höhere Beiträge wegen alter Leitungen, Heizungen und Baumaterialien. Manche Anbieter verlangen Sanierungsnachweise. Im Check finden wir Tarife, die zu deinem Gebäude und seinem Baujahr passen.
Sind Photovoltaik-Anlagen mitversichert?
In vielen Tarifen ja, aber nicht immer automatisch. Bei größeren PV-Anlagen kann eine separate Photovoltaikversicherung sinnvoller sein. Im Check prüfen wir, ob deine Anlage im Gebäudeschutz ausreichend abgedeckt ist.
Was passiert bei Unterversicherung?
Ist die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt, kürzt der Versicherer im Schadenfall anteilig. Ist die Versicherungssumme zum Beispiel nur halb so hoch wie der tatsächliche Versicherungswert, bekommst du auch nur die Hälfte des Schadens erstattet. Deshalb ist die korrekte Wertermittlung so wichtig.