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Betriebliche Altersvorsorge
Arbeitnehmer haben nach § 1a BetrAVG einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Für dich als Arbeitgeber heißt das: Verlangt ein Mitarbeiter die Entgeltumwandlung, musst du sie ermöglichen. Gleichzeitig ist die bAV dein stärkstes Tool für Mitarbeiterbindung.
Wofür ist sie da
Als Arbeitgeber stehst du im Wettbewerb um Fachkräfte und in der Verantwortung gegenüber deinem Team. Eine durchdachte bAV hilft dir bei beidem.
Seit 2022 musst du 15 Prozent des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss weiterleiten, soweit du durch die Entgeltumwandlung Sozialabgaben sparst. Das gilt für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Das richtig aufzusetzen, spart dir Geld und Ärger.
Quelle: § 1a Abs. 1a und § 26a BetrAVG
Wer braucht sie
Du brauchst eine bAV-Lösung, wenn du …
- Mitarbeiter beschäftigst, auch rentenversicherungspflichtige Minijobber haben Anspruch
- Fachkräfte halten und gewinnen willst
- Steuer- und Sozialabgabenvorteile nutzen willst
- Noch keine bAV eingerichtet hast
- Bestehende bAV-Verträge optimieren willst
Eine bAV ist weniger relevant, wenn du …
- Solo-selbstständig ohne Mitarbeiter bist, dann lohnt eher der Blick auf die private Altersvorsorge
Was versichert ist und was nicht
Die bAV lohnt sich für beide Seiten: für dich als Arbeitgeber und für dein Team. Das sind die wichtigsten Hebel.
Was in deinem Fall gilt, steht in den Bedingungen des einzelnen Tarifs.
In der Regel versichert
- Steuervorteile für dich: Die bAV-Beiträge sind Betriebsausgaben. Zusätzlich sparst du Sozialabgaben auf die umgewandelten Gehaltsbestandteile.
- Mitarbeiterbindung: Eine attraktive Zusatzleistung, die Talente hält. Die bAV ist nach dem Gehalt der am meisten nachgefragte Benefit.
- Rechtssicherheit: Der Rechtsanspruch deiner Mitarbeiter ist sauber erfüllt. Kein böses Erwachen bei der Betriebsprüfung.
- Steuervorteile für dein Team: Die Entgeltumwandlung ist in gesetzlichen Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei: steuerfrei bis zu einem festen Anteil der Beitragsbemessungsgrenze, sozialabgabenfrei bis zur Hälfte dieses Rahmens. Mehr Netto vom Brutto.
- Flexibilität: Fünf Durchführungswege und verschiedene Beitragsmodelle, passend für jede Unternehmensgröße.
- Employer Branding: Du zeigst Bewerbern, dass du dich um dein Team kümmerst, über das Gehalt hinaus.
In der Regel nicht versichert
- Eine Wertgarantie über die vertraglich vereinbarten Werte hinaus: Bei fondsgebundenen Tarifen hängt die Leistung von der Wertentwicklung der Fonds ab. Für die zugesagte Leistung stehst du als Arbeitgeber trotzdem ein, auch wenn die Durchführung über einen Versicherer läuft (§ 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG).
Die Direktversicherung ist der einfachste Weg für kleine Unternehmen. Welcher der fünf Durchführungswege für dich passt, klären wir gemeinsam im Check.
Beispielszenarien
Frei erfundene, aber typische Situationen. Keine echten Fälle. Was der Versicherer im Einzelfall leistet, hängt vom Tarif ab.
Top-Bewerber wählt die Konkurrenz
Beispielszenario
Mein Wunschkandidat hat sich für ein anderes Angebot entschieden, wegen der besseren Zusatzleistungen inklusive bAV.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Ohne bAV bietest du nur Gehalt. Im Wettbewerb um Fachkräfte reicht das oft nicht. Ein Arbeitgeberzuschuss kostet dich weniger als eine Gehaltserhöhung.
Mitarbeiter fragt nach Entgeltumwandlung
Beispielszenario
Ein Mitarbeiter wollte seinen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung nutzen, und der Arbeitgeber hatte keine bAV-Lösung parat.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Ohne Vorbereitung wird es hektisch und teuer. Mit Konzept steht eine saubere Lösung bereit, mit Steuervorteilen für beide Seiten.
Schlüsselmitarbeiter kündigt
Beispielszenario
Mein bester Mitarbeiter ist nach Jahren zum Konzern gewechselt, auch wegen Altersvorsorge und Benefits.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Fluktuation bedeutet Recruiting, Einarbeitung und Know-how-Verlust. Eine bAV mit Unverfallbarkeitsfrist bindet Mitarbeiter und ist meist günstiger.
Was den Beitrag bestimmt
Eine Zahl ohne Kontext wäre geraten. Deshalb hier die Faktoren und daneben drei typische Stufen als Richtwert.
Oft günstiger als gedacht, weil die Sozialabgabenersparnis den gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss häufig fast komplett refinanziert. Diese vier Faktoren bestimmen den Beitrag.
Anzahl Mitarbeiter
Mehr Mitarbeitende bedeuten mehr Verträge und einen höheren Gesamtbeitrag.
Beitragsmodell
Reiner gesetzlicher Zuschuss, Matching oder voll arbeitgeberfinanziert, das ist der größte Hebel.
Durchführungsweg
Direktversicherung, Pensionskasse oder andere Wege wirken sich auf Aufwand und Kosten aus.
Beitragshöhe pro Mitarbeiter
Je höher der gewünschte Sparbeitrag, desto höher der laufende Aufwand.
Nur Pflichtzuschuss
Nur Pflichtzuschuss: Du gibst den gesetzlichen Zuschuss auf die Entgeltumwandlung weiter, soweit du Sozialabgaben sparst.
ab 15 bis 30 €
pro Mitarbeiter und Monat
Matching-Modell
Matching-Modell: Du legst auf jeden umgewandelten Euro einen festen Anteil drauf.
ab 50 bis 100 €
pro Mitarbeiter und Monat
Arbeitgeberfinanziert
Arbeitgeberfinanziert: Du zahlst den Beitrag allein, die Höhe legst du in der Versorgungsordnung fest.
ab 100 bis 300 €
pro Mitarbeiter und Monat
Richtwerte zur Orientierung, abhängig von Tarif und Risiko, Stand 10/2026. Den Beitrag für deinen Fall berechnen wir im Vergleich.
Richtwerte zur Orientierung. Die Beiträge sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Durch die Sozialabgabenersparnis refinanziert sich der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss oft komplett. Den exakten Beitrag berechnen wir kostenlos im Check.
Quelle: § 1a Abs. 1a BetrAVG
Häufige Fragen
Was ist betriebliche Altersvorsorge (bAV)?
Die bAV ist eine vom Arbeitgeber organisierte Altersvorsorge. Mitarbeiter wandeln Bruttogehalt in Altersvorsorge um (Entgeltumwandlung) und sparen dabei Steuern und Sozialabgaben. Als Arbeitgeber musst du 15 Prozent des umgewandelten Entgelts als Zuschuss weiterleiten, soweit du dadurch Sozialabgaben sparst (bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds).
Quelle: § 1a Abs. 1a BetrAVG
Ist die bAV für Arbeitgeber verpflichtend?
Auf Verlangen ja. Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, haben nach Paragraf 1a BetrAVG einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Seit 2022 musst du als Arbeitgeber 15 Prozent des umgewandelten Entgelts als Zuschuss weiterleiten, soweit du durch die Entgeltumwandlung Sozialabgaben sparst (bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds). Eine bAV-Lösung solltest du also bereithalten.
Quelle: § 1a Abs. 1 und 1a, § 17 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG
Was ist der einfachste Weg für kleine Unternehmen?
Die Direktversicherung ist der einfachste und häufigste Durchführungsweg. Du schließt eine Lebensversicherung für deinen Mitarbeiter ab, der Verwaltungsaufwand ist gering. Welcher der fünf Durchführungswege für dich passt, klären wir im Check.
Wie viel spart der Arbeitgeber?
Auf den umgewandelten Betrag sparst du deinen Arbeitgeberanteil an Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung, soweit die Umwandlung im sozialversicherungsfreien Rahmen bleibt und das Gehalt unter den Beitragsbemessungsgrenzen liegt. Wie viel das je Mitarbeiter ausmacht, hängt von der Höhe der Umwandlung und vom Gehalt ab. Der gesetzliche Pflichtzuschuss nach Paragraf 1a Absatz 1a BetrAVG ist damit oft zu einem großen Teil refinanziert.
Quelle: § 1a Abs. 1a BetrAVG
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter kündigt?
Der Mitarbeiter nimmt seinen bAV-Vertrag mit (Portabilität). Unverfallbare Ansprüche bleiben erhalten. Beim neuen Arbeitgeber kann der Vertrag weitergeführt oder auf Privatbasis fortgesetzt werden.
Kann ich auch für mich selbst eine bAV machen?
Ja, das ist möglich, aber nicht immer als Rechtsanspruch. Den Anspruch auf Entgeltumwandlung nach § 1a BetrAVG hat nur, wer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist (§ 17 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Bist du als Gesellschafter-Geschäftsführer nicht rentenversicherungspflichtig, kann dir deine GmbH trotzdem eine Versorgung zusagen, etwa über eine Direktversicherung oder eine Pensionszusage. Welche Regeln dann gelten, klären wir im Check.
Welche Steuervorteile hat die bAV für mich als Arbeitgeber?
Die bAV-Beiträge sind Betriebsausgaben. Zusätzlich sparst du Sozialabgaben auf umgewandelte Gehaltsbestandteile. Das macht den Arbeitgeberzuschuss oft günstiger als eine vergleichbare Gehaltserhöhung.
Was haben meine Mitarbeiter von der bAV?
Die Entgeltumwandlung ist in gesetzlichen Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei: steuerfrei bis zu einem festen Anteil der Beitragsbemessungsgrenze, sozialabgabenfrei bis zur Hälfte dieses Rahmens. Aus dem Bruttogehalt wird mehr Altersvorsorge, als wenn man netto privat spart. Dazu kommt dein Arbeitgeberzuschuss.
Haben auch Minijobber Anspruch auf bAV?
In der Regel ja. Der Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung gilt für Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind (§ 17 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Minijobber gehören dazu, solange sie rentenversicherungspflichtig sind. Eine saubere bAV-Lösung kann das von vornherein mit abdecken.
Muss ich als Arbeitgeber das finanzielle Risiko tragen?
Bei der klassischen Direktversicherung trägst du in erster Linie organisatorische Aufgaben, nicht das Kapitalmarktrisiko des einzelnen Vertrags. Die Haftungsfragen je Durchführungsweg gehen wir im Check konkret durch, damit du sauber aufgestellt bist.
Wie viel Verwaltungsaufwand kommt auf mich zu?
Bei der Direktversicherung ist der laufende Aufwand gering. Wir richten die Lösung mit dir ein, kümmern uns um die Anbindung an die Lohnabrechnung und bleiben für Rückfragen dein Ansprechpartner.