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Altersvorsorge

Als Selbstständiger oder Gründer bekommst du über die gesetzliche Rente in der Regel keine Absicherung, die reicht. Du musst aktiv vorsorgen. Wir zeigen dir das Drei-Schichten-Modell und welche Mischung wirklich zu dir passt.

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Welcher Schutz passt zu dir?

Schicht 1

Basisversorgung

Das Fundament: gesetzliche Rente plus Basisrente (Rürup). Staatlich gefördert und in der Ansparphase steuerlich begünstigt. Für Selbstständige ist die Basisrente oft der Einstieg in die geförderte Vorsorge, weil sie keine gesetzliche Renten­versicherung haben.

  • Basisrente / Rürup

    Vor allem Selbstständige

    Staatlich geförderte Basisvorsorge für Selbstständige. Beiträge als Sonderausgaben absetzbar, dafür auf eine lebenslange Rente festgelegt: kein Kapitalwahlrecht, Auszahlung frühestens ab 62.

    Quelle: § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG

    Zur Basisrente Renten­versicherung

Schicht 2

Betriebliche Vorsorge

Die geförderte Zusatzvorsorge über den Betrieb. Für Angestellte die betriebliche Altersvorsorge mit Steuer- und Sozialabgaben-Vorteil, für GmbH-Geschäftsführer ein besonders wirksamer Hebel über die Firma.

  • Betriebliche Altersvorsorge

    Angestellte und Arbeitgeber

    Die geförderte Vorsorge über den Betrieb, mit Vorteilen bei Steuer und Sozialabgaben. Für Angestellte der einfachste Einstieg, für Arbeitgeber ein wirksames Bindungsinstrument.

    Zur bAV
  • bAV für GmbH-Geschäftsführer

    Geschäftsführer einer GmbH

    Der Vorsorge-Hebel über die eigene Firma. Für Geschäftsführer einer GmbH besonders interessant.

    Zur GGF-bAV

Schicht 3

Private Vorsorge

Die frei verfügbare, flexible Ebene. Fondsgebundene Renten­versicherung, ETF-Rente, renditeorientiert und an deine Lebenslage anpassbar. Hier behältst du die volle Kontrolle über Beitrag und Anlage.

  • ETF-Renten­versicherung

    Langer Anlagehorizont

    Renditeorientierte, fondsgebundene Vorsorge im steuerlichen Versicherungs­mantel. Flexibel im Beitrag, breit gestreut über ETFs.

    Zur ETF-Rente
  • Vorsorge für Selbstständige

    Ohne Arbeitgeber

    Der Gesamtüberblick für alle, die ohne Arbeitgeber vorsorgen. Welche Mischung wann passt.

    Für Selbstständige

Welcher Schutz passt zu deiner Lage?

Vier typische Ausgangslagen. Welche Bausteine zu dir passen, klären wir im Check.

Vereinfachte Darstellung, kein Leistungsversprechen.
LageKernWorauf es ankommt
AngestelltGesetzliche Rente, dazu betriebliche Altersvorsorge über Entgeltumwandlung und private VorsorgeEntgeltumwandlung kannst du verlangen (§ 1a Abs. 1 BetrAVG). Spart dein Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge, muss er 15 Prozent des umgewandelten Betrags zuschießen (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). (Quelle: BetrAVG, § 1a Abs. 1 Satz 1 und Abs. 1a)
Selbstständig, nicht rentenversicherungspflichtigBasisrente als geförderte Grundschicht, dazu freie private Vorsorge; auf Wunsch auch die gesetzliche RenteDie gesetzliche Rente steht dir offen: freiwillig (§ 7 SGB VI) oder auf Antrag als Pflicht­versicherung, wenn du ihn innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit stellst (§ 4 Abs. 2 SGB VI).
Selbstständig und rentenversicherungspflichtigGesetzliche Rente läuft weiter, Basisrente und private Vorsorge ergänzen sieOb du darunter fällst, hängt an Tätigkeit und Betrieb: Lehrkräfte und Pflegepersonen etwa nur, solange sie keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen; Künstler und Publizisten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz, Handwerker mit Eintragung in die Handwerksrolle (§ 2 Satz 1 SGB VI).
Geschäftsführer der eigenen GmbHBetriebliche Altersvorsorge über die Gesellschaft, dazu private VorsorgeDen Anspruch auf Entgeltumwandlung hast du nur, wenn du über deine Tätigkeit bei der Gesellschaft gesetzlich rentenversichert bist (§ 17 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Welcher Weg trägt, klären wir im Check.

Annahmen, die im Ernstfall teuer werden

Vier Annahmen zur Altersvorsorge, die sich am Gesetz klären lassen. Was für deinen Vertrag gilt, schauen wir uns im Check an.

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Annahme
Was gilt
Als Selbstständiger zahlst du automatisch in die gesetzliche Rente ein.
Kraft Gesetzes versichert sind nur bestimmte Selbstständige, etwa Lehrkräfte, Pflegepersonen ohne versicherungspflichtige Angestellte oder Handwerker in der Handwerksrolle (§ 2 SGB VI). Alle anderen können sich auf Antrag pflichtversichern (§ 4 Abs. 2 SGB VI) oder freiwillig einzahlen (§ 7 SGB VI).
Die Basisrente kannst du später kündigen und dir auszahlen lassen.
Die Ansprüche dürfen nicht vererblich, übertragbar, beleihbar, veräußerbar oder kapitalisierbar sein; gezahlt wird eine lebenslange Rente, frühestens ab 62. Ausnahme ist die Abfindung einer Kleinbetragsrente (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG).

Quelle: EStG, § 10 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 und 3 (nach Buchst. b)

In der Basisrente ist deine Familie automatisch mit abgesichert.
Eine Hinterbliebenenrente gibt es nur, wenn sie als ergänzende Absicherung vereinbart ist, und nur für Ehegatten und Kinder mit Kindergeld­anspruch (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG).
Entgeltumwandlung ist eine freiwillige Leistung deines Arbeitgebers.
Als rentenversicherungspflichtiger Arbeitnehmer kannst du sie verlangen, bis zu 4 Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze der allgemeinen Renten­versicherung (§ 1a Abs. 1, § 17 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Spart der Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge, muss er 15 Prozent zuschießen (§ 1a Abs. 1a BetrAVG).

Quelle: BetrAVG § 1a Abs. 1 Satz 1, Abs. 1a; § 17 Abs. 1 Satz 3, § 1a Abs. 1 S. 1, Abs. 1a; § 17 Abs. 1 S. 3

Vereinfacht. Was in deinem Fall gilt, steht in den Bedingungen des einzelnen Tarifs.

Häufige Fragen zur Altersvorsorge

Wieviel Altersvorsorge brauche ich?

Das lässt sich pauschal nicht in einer Zahl beantworten. Entscheidend ist deine Rentenlücke: die Differenz zwischen dem, was du im Alter zur Verfügung hast, und dem, was du zum Leben brauchst. Als Selbstständiger ohne ausreichende gesetzliche Rente ist diese Lücke oft größer, als viele denken. Im Erstgespräch ordnen wir deine Situation ein und wir leiten daraus einen realistischen Bedarf ab, ohne Verkaufsdruck.

Welche Vorsorge ist für Selbstständige sinnvoll?

Es gibt keine Pauschal-Lösung, sondern eine Mischung, die zu dir passt. Für viele Selbstständige ist die Basisrente (Rürup) interessant, weil sie staatlich gefördert und steuerlich begünstigt ist. Daneben spielt die freie, oft fondsgebundene Vorsorge eine Rolle, weil sie flexibel bleibt. Welche Bausteine in welcher Gewichtung passen, hängt von deiner Liquidität, Steuersituation und deinem Flexibilitätsbedarf ab. Mehr dazu auf der Seite Altersvorsorge für Selbstständige.

Basisrente oder ETF-Rente, was ist besser?

Das ist kein Entweder-oder, beide lösen verschiedene Aufgaben. Die Basisrente punktet mit der steuerlichen Förderung in der Ansparphase, ist dafür aber unflexibel: kein Kapitalwahlrecht, nur eine lebenslange Rente frühestens ab 62, nicht beleihbar und standardmäßig nicht vererbbar (Hinterbliebenenschutz nur als Zusatzbaustein). Die ETF-Rentenversicherung bleibt flexibel und renditeorientiert, dafür ohne den Sonderausgaben-Effekt der Basisrente. Oft ergibt eine Kombination Sinn. Details auf den Seiten Basisrente und ETF-Rentenversicherung.

Quelle: EStG, § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. aa Satz 1

Was ist das Drei-Schichten-Modell?

Das Drei-Schichten-Modell ist eine Orientierung, wie sich Altersvorsorge in Deutschland einordnen lässt. Schicht 1 ist die Basisversorgung: gesetzliche Rente und Basisrente (Rürup), staatlich gefördert. Schicht 2 ist die geförderte Zusatzvorsorge, vor allem die betriebliche Altersvorsorge. Schicht 3 ist die private, frei verfügbare Vorsorge, zum Beispiel eine fondsgebundene ETF-Rente. Jede Schicht hat eigene Förder-, Steuer- und Flexibilitäts-Eigenschaften.

Kann ich die Beiträge später flexibel anpassen?

Bei den meisten privaten Verträgen ja. Du kannst Beiträge erhöhen, senken, pausieren oder Zuzahlungen leisten, je nach Auftragslage. Gerade für Selbstständige mit schwankendem Einkommen ist diese Flexibilität ein wichtiges Auswahlkriterium. Die Basisrente ist hier etwas starrer als die freie Vorsorge. Worauf du beim Vertrag achten solltest, klären wir gemeinsam.

Lohnt sich Altersvorsorge trotz Inflation noch?

Gerade wegen der Inflation. Wer gar nicht vorsorgt, verliert real am meisten Kaufkraft. Eine breit gestreute, renditeorientierte Vorsorge, etwa über Aktien-ETFs in einer Rentenversicherung, hat historisch geholfen, die Inflation langfristig auszugleichen. Wichtig ist der lange Atem und eine zur Risikoneigung passende Anlage. Genau das schauen wir uns bei der Bausteinwahl an.

Was passiert mit meiner Vorsorge bei Insolvenz oder Pfändung?

Hier punktet die Basisrente: Sie genießt in der Ansparphase einen besonderen Pfändungsschutz und fällt unter bestimmten Voraussetzungen nicht in die Insolvenzmasse, anders als frei verfügbares Vermögen. Für Selbstständige mit unternehmerischem Risiko kann das ein echtes Argument sein. Den genauen Rahmen und die Grenzen besprechen wir mit dir individuell, das ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie fange ich am besten an?

Mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Was hast du schon, was ist deine Rentenlücke, wieviel kannst du monatlich verlässlich aufbringen? Daraus leiten wir ab, welche Schichten und Bausteine für dich Sinn ergeben. Du musst nicht alles auf einmal abschließen, oft ist ein schlanker Start mit Ausbau-Option der bessere Weg. Buch dir einfach ein kostenloses Erstgespräch.

Lohnt sich Vorsorge auch, wenn ich schon älter bin?

Ja. Auch mit kürzerer Restlaufzeit lohnt sich strukturierte Vorsorge, der Schwerpunkt verschiebt sich dann stärker von langfristiger Rendite hin zu Steuerwirkung und Sicherheit. Für Selbstständige mit gutem Einkommen kann die Basisrente in den Jahren vor dem Ruhestand steuerlich besonders wirksam sein. Den passenden Mix stimmen wir auf dein Alter und deine Ziele ab.

Was kostet die Beratung?

Nichts. Erstgespräch, Bestandsaufnahme und Empfehlung sind für dich kostenlos. Wir werden über den Abschluss vergütet, du zahlst keinen Cent mehr als bei einem Direktabschluss. Du bekommst dafür einen Ansprechpartner, der auch nach dem Abschluss für dich da ist.

Deine Vorsorge, klug aufgebaut.

In 20 Minuten ordnen wir deine Rentenlücke ein und wir zeigen dir, welche Schichten und Bausteine zu deiner Situation passen. Kostenlos und ohne Verkaufsgespräch.

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  • Du bekommst eine Einschätzung, keinen Vertrag
  • Danach weißt du, was jetzt dran ist und was warten kann