Hausrat
Die Hausratversicherung schützt deinen beweglichen Besitz und gilt für Mieter und Eigentümer gleichermaßen. Der Unterschied: als Eigentümer brauchst du zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung. Wir zeigen dir, was du wirklich brauchst.
Wofür ist sie da
Die Hausratversicherung schützt deinen beweglichen Besitz und gilt für Mieter wie Eigentümer. Das Gebäude selbst sichert die Wohngebäudeversicherung ab, und die ist Sache des Eigentümers, nicht des Mieters.
Wer braucht sie
- Als Mieter brauchst du: Hausrat ja, Gebäude nein Hausratversicherung: für deinen eigenen beweglichen Besitz. Privathaftpflicht: kann auch Mietsachschäden an der Wohnung abdecken. Wohngebäudeversicherung: brauchst du nicht, die ist Sache deines Vermieters.
- Als Eigentümer brauchst du: Hausrat und Wohngebäude: Hausratversicherung: für deinen beweglichen Besitz, genau wie beim Mieter. Wohngebäudeversicherung: für Gebäude und feste Bestandteile. Privathaftpflicht: als Basis-Schutz für jede Wohnform sinnvoll.
Für wen sich der Hausrat-Check besonders lohnt
Check sinnvoll, wenn du …
- In einer Mietwohnung oder im Eigentum wohnst und Wert auf deinen Besitz legst
- Wertvolle Elektronik, Möbel oder Schmuck besitzt
- Nicht weißt, ob deine Versicherungssumme noch zu deinem Hausrat passt
- Als Eigentümer das Zusammenspiel von Hausrat und Wohngebäude klären willst
- Unsicher bist, was über Hausrat und was über die Privathaftpflicht läuft
- Ein teures Fahrrad besitzt oder in einer hochwassergefährdeten Lage wohnst
Eilt eher nicht, wenn du …
- Gerade erst ausgezogen bist und kaum eigenen Besitz hast
- Schon einen passenden Hausrat-Tarif mit aktueller Summe hast und nur eine Police suchst
- In einer möblierten Wohnung wohnst und nichts Eigenes von Wert besitzt
Und übrigens: die Beratung kostet dich nichts. Die Versicherer zahlen die Courtage, egal ob Mieter oder Eigentümer.
Was versichert ist und was nicht
Egal ob du mietest oder selbst besitzt: der Grundschutz für deinen beweglichen Besitz ist identisch. Diese vier Gefahren sind dabei.
Was in deinem Fall gilt, steht in den Bedingungen des einzelnen Tarifs.
In der Regel versichert
- Einbruchdiebstahl: Wird in deine Wohnung eingebrochen und gestohlen oder beschädigt, ersetzt die Hausratversicherung deinen Besitz zum Neuwert.
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion: was vom beweglichen Besitz zerstört wird, wird ersetzt. Ruß- und Löschschäden gehören dazu.
- Leitungswasser: Platzt ein Rohr oder läuft die Waschmaschine aus, sind durchnässte Möbel, Teppiche und Geräte abgedeckt.
- Sturm und Hagel: Schäden am Hausrat durch Sturm ab Windstärke acht oder durch Hagel sind im Grundschutz enthalten.
In der Regel nicht versichert
- Fest verbaute Gebäudeteile wie Heizung, Fenster oder verklebter Boden, die gehören in die Wohngebäudeversicherung. Ebenso Kraftfahrzeuge mit Zubehör, Schäden durch Krieg oder Kernenergie und Sturmflut. Überschwemmung, Starkregen und Rückstau sind nur versichert, wenn der Elementar-Baustein vereinbart ist, ein einfacher Diebstahl ohne Einbruch nur über einen passenden Zusatz.
Was alles als Hausrat gilt: Möbel, Elektronik, Kleidung, Wertsachen, also dein gesamter beweglicher Besitz. Die Police gilt für Mieter und Eigentümer völlig gleich.
Was zählt zum Hausrat, was zum Gebäude?
Die einfachste Orientierung: was beim Umzug mitkommt, ist Hausrat. Was fest verbaut ist und im Haus bleibt, gehört zum Gebäude. So ordnest du deinen Besitz richtig zu.
| Gegenstand | Gehört zu | Warum |
|---|---|---|
| Möbel, Sofa, Schränke | Hausrat | Beweglich, kommt beim Umzug mit. |
| Elektronik und Geräte | Hausrat | Fernseher, Laptop, Küchengeräte, sofern nicht fest verbaut. |
| Kleidung und Wertsachen | Hausrat | Schmuck und Bargeld bis zu tariflichen Grenzen. |
| Heizung und Sanitär | Gebäude | Fest installiert, bleibt im Haus, gehört zum Wohngebäude. |
| Fenster, Türen, Wände | Gebäude | Feste Bestandteile der Bausubstanz. |
| Bodenbeläge fest verlegt | Gebäude | Verklebtes Parkett oder Fliesen zählen zum Gebäude. |
Grenzfälle wie eine fest verbaute Einbauküche oder verklebter Bodenbelag lassen sich nicht pauschal zuordnen. Im Termin gehen wir deine Wohnsituation konkret durch, damit im Schadenfall klar ist, welche Police leistet.
Diese Themen entscheiden über guten Hausrat-Schutz
Ob Mieter oder Eigentümer: an diesen Stellen trennt sich ein guter Tarif vom Standard. Darauf achten wir bei der Auswahl.
- Richtige Versicherungssumme: Damit im Schaden voll gezahlt wird, muss die Summe zum Neuwert deines Hausrats passen. Die Quadratmeter-Pauschale schützt vor dem Unterversicherungs-Einwand.
- Außenversicherung: Schützt deinen Hausrat auch unterwegs, etwa Gepäck auf Reisen, befristet und bis zu einem Anteil der Summe.
- Fahrrad-Zusatz: Diebstahl des Rads von der Straße ist nur mit Zusatzbaustein gedeckt. Für teurere Räder fast immer sinnvoll.
- Elementar-Zusatz: Starkregen, Überschwemmung und Rückstau sind nur als Zusatz versichert. In gefährdeten Lagen wichtig.
- Grobe Fahrlässigkeit: Gute Tarife verzichten auf die Leistungskürzung, wenn dir mal ein Versehen passiert, etwa die offene Tür.
- Mietsachschäden klären: Schäden an der Mietwohnung selbst laufen über die Privathaftpflicht, nicht über den Hausrat. Diese Abgrenzung klären wir mit dir.
Beispielszenarien
Frei erfundene, aber typische Situationen. Keine echten Fälle. Was der Versicherer im Einzelfall leistet, hängt vom Tarif ab.
Rohrbruch in der Eigentumswohnung
Beispielszenario
In einer Eigentumswohnung platzt ein Rohr in der Wand. Das Wasser durchnässt den verklebten Parkettboden, das Sofa und den Fernseher.
Was ein passender Tarif typischerweise leistet
Die Hausratversicherung ersetzt in der Regel Sofa und Fernseher, den fest verklebten Boden und die Rohrreparatur trägt die Wohngebäudeversicherung. Als Eigentümer brauchst du deshalb beide Policen, als Mieter ist der Gebäudeteil Sache des Vermieters.
Was den Beitrag bestimmt
Eine Zahl ohne Kontext wäre geraten.
Versicherungssumme und Wohnfläche
Je größer die Wohnung und je höher der Wert deines Hausrats, desto höher die Versicherungssumme und der Beitrag, egal ob du mietest oder Eigentümer bist.
Für Mieter und Eigentümer gelten beim Hausrat dieselben Tarife. Den exakten Beitrag berechnen wir kostenlos im Vergleich.
Häufige Fragen
Brauchen Mieter eine Hausratversicherung?
Vorgeschrieben ist sie nicht, aber in fast jedem Haushalt sinnvoll. Möbel, Elektronik, Kleidung und Wertsachen summieren sich schnell auf einen Betrag, den du nach einem Einbruch, Brand oder Wasserschaden nicht mal eben ersetzen willst. Die Hausratversicherung springt genau dann ein. Mehr dazu auf unserer Seite zur Hausratversicherung.
Was ist der Unterschied zwischen Hausrat und Wohngebäude?
Die Hausratversicherung schützt deinen beweglichen Besitz, also alles, was du beim Umzug mitnehmen würdest. Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst und seine fest verbauten Teile. Mieter brauchen nur den Hausrat, Eigentümer brauchen beides.
Was zählt zum Hausrat und was zum Gebäude?
Faustregel zur Orientierung: was beim Umzug mitkommt, ist Hausrat. Was fest verbaut ist und im Haus bleibt, gehört zum Gebäude. Möbel, Lampen, Teppiche, Geräte sind Hausrat. Heizung, Sanitär, Fenster, eingebaute Wände gehören zum Gebäude. Eine fest verbaute Einbauküche ist ein Grenzfall, den wir im Termin sauber zuordnen.
Braucht ein Eigentümer wirklich beide Versicherungen?
In der Regel ja. Die Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel das Gebäude bei Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Die Hausratversicherung deckt in der Regel deinen beweglichen Besitz darin. Beides zusammen ergibt erst den vollständigen Schutz. Details zum Gebäude findest du auf unserer Seite zur Wohngebäudeversicherung.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Die Summe sollte dem Neuwert deines gesamten Hausrats entsprechen, sonst droht Unterversicherung und im Schaden wird nur anteilig gezahlt. Viele Tarife nutzen dafür eine Quadratmeter-Pauschale je Wohnfläche und verzichten dann auf den Unterversicherungs-Einwand. Ob diese Pauschale für deinen Haushalt reicht, prüfen wir gemeinsam mit dir.
Was ist die Außenversicherung?
Die Außenversicherung schützt deinen Hausrat auch außerhalb der Wohnung, etwa Gepäck auf Reisen oder Dinge, die vorübergehend woanders lagern. Sie gilt meist zeitlich befristet und bis zu einem bestimmten Anteil der Versicherungssumme. So sind deine Sachen nicht nur in den eigenen vier Wänden geschützt.
Sind Mietsachschäden über die Hausratversicherung gedeckt?
Nein. Beschädigst du als Mieter die Wohnung selbst, also fest verbaute Teile wie Parkett, Türen oder Sanitär, ist das ein Mietsachschaden und gehört in die Privathaftpflicht, nicht in den Hausrat. Die Hausratversicherung zahlt in der Regel nur für deinen eigenen beweglichen Besitz. Mehr dazu auf unserer Seite zur privaten Haftpflicht.
Ist mein Besitz im Keller oder auf dem Dachboden mitversichert?
Sachen in Keller, Dachboden oder Abstellraum innerhalb deines Wohngebäudes gehören grundsätzlich zum versicherten Hausrat. Bei Einbruchdiebstahl aus dem Keller gelten je nach Tarif besondere Bedingungen, etwa zur Art des Verschlusses. Diese Klauseln schauen wir uns bei der Tarifauswahl genau an.
Brauche ich zusätzlich eine Elementarversicherung?
Standardtarife decken Feuer, Einbruch, Leitungswasser und Sturm oder Hagel. Schäden durch Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau sind Elementarschäden und meist nur als Zusatzbaustein versichert. Gerade in gefährdeten Lagen ist dieser Zusatz wichtig, für Mieter wie für Eigentümer.
Lohnt sich ein Fahrrad-Zusatz?
Der Hausrat-Grundschutz zahlt für Fahrräder meist nur bei Einbruch aus verschlossenen Räumen. Wird das Rad draußen gestohlen, brauchst du den Zusatzbaustein Fahrraddiebstahl. Für teurere Räder ist dieser Zusatz fast immer sinnvoll, egal ob du Mieter oder Eigentümer bist.
Was ist grobe Fahrlässigkeit und zahlt die Versicherung dann?
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn du eine offensichtliche Sorgfaltspflicht verletzt, etwa die Wohnungstür offen lässt. Ältere Tarife kürzen dann die Leistung. Gute Tarife verzichten auf diese Kürzung bis zur vollen Versicherungssumme. Auf diese Klausel achten wir bei der Auswahl besonders.