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Altersvorsorge für Selbstständige

Als Selbstständiger zahlst du nur dann automatisch in die gesetzliche Rente ein, wenn das Gesetz deine Tätigkeit ausdrücklich nennt (§ 2 SGB VI). Das heißt: volle Eigenverantwortung, aber auch volle Freiheit. Wir bauen mit dir eine Vorsorge, die deinen schwankenden Einkommen standhält.

Kein Arbeitgeber, kein Automatismus, deine Verantwortung

Als Selbstständiger oder Freiberufler füllt sich dein Rentenkonto nicht von allein. Wer nichts tut, hat im Alter eine echte Rentenlücke. Wer es klug angeht, baut sich eine Vorsorge, die zu schwankenden Einkünften passt und obendrein Steuern spart. Hier liegt der ganze Markt offen vor dir, du musst ihn nur richtig nutzen. Wenn du wissen willst, welche Policen sonst noch zählen, schau auf die Übersicht für Selbstständige.

* Ausnahmen: bestimmte pflicht­versicherte Selbstständige (etwa zulassungspflichtige Handwerker, Lehrende, Künstler über die KSK) und Berufe mit eigenem Versorgungswerk (Ärzte, Anwälte, Architekten). Ob das auf dich zutrifft, klären wir im Gespräch.

Vier Wege, fürs Alter vorzusorgen

Jeder Baustein hat eigene Stärken. Die richtige Mischung entscheidet, nicht der einzelne Vertrag.

Geförderte Basisrente

Die Basisrente (Rürup) ist staatlich gefördert: Beiträge sind in hohem Umfang als Sonderausgaben absetzbar. Dafür ist sie stark gebunden, also planbar fürs Alter. Details auf der Basisrenten-Seite.

Flexible private Rente

Eine private oder fondsgebundene Rente, oft als ETF-Renten­versicherung, bietet Renditechancen am Kapitalmarkt und bleibt verfügbar. Ideal als flexibler Gegenpol zur gebundenen Basisrente.

Immobilie

Eine eigene oder vermietete Immobilie kann im Alter Mietkosten sparen oder Einnahmen bringen. Sie bindet viel Kapital und ist wenig liquide, taugt also als Ergänzung, nicht als alleinige Säule.

Betriebliche Lösung bei GmbH

Führst du eine GmbH, kann eine betriebliche Versorgung steuerlich attraktiv sein. Das prüfen wir individuell, gemeinsam mit deinem Steuerberater.

Kurz gesagt

Der größte Hebel für Selbstständige ist die Kombination: ein geförderter, gebundener Teil für den Steuervorteil und ein flexibler, verfügbarer Teil für magere Monate. Welche Gewichtung zu dir passt, klären wir gemeinsam.

Erst Liquidität, dann binden

Für Selbstständige gilt eine andere Logik als für Angestellte. Diese drei Prinzipien sorgen dafür, dass deine Vorsorge auch schwache Monate übersteht.

Liquidität zuerst

Bevor Geld langfristig gebunden wird, steht der Notgroschen. Als Selbstständiger brauchst du einen Puffer für magere Monate und unerwartete Ausgaben. Erst danach binden.

Balance aus gebunden und frei

Der Steuervorteil der Basisrente kostet Flexibilität, die freie Anlage kostet Steuervorteil. Die Kunst ist die richtige Gewichtung, abgestimmt auf dein Einkommen und deine Pläne.

Jährlich anpassen

Dein Einkommen schwankt, also darf es deine Vorsorge auch. In starken Jahren mehr, in schwachen weniger. Einmal im Jahr schauen wir gemeinsam drauf und justieren.

Wann sich der gebundene Steuervorteil für dich lohnt

Die geförderte Basisrente bringt Steuervorteil und Insolvenzschutz, kostet dafür Verfügbarkeit. Hier eine Orientierung, wann welcher Schwerpunkt passt.

Eher gebunden (Basisrente), wenn …
Eher flexibel und verfügbar, wenn …
Du regelmäßig hohe Gewinne hast und den Steuervorteil voll nutzen willst
Du noch keinen ausreichenden Notgroschen aufgebaut hast
Du diszipliniert fürs Alter zurücklegen und dich nicht selbst antasten willst
Dein Einkommen stark schwankt und du jederzeit an dein Geld kommen willst
Dir Pfändungs- und Insolvenzschutz wichtig sind (unter den gesetzlichen Voraussetzungen)
Du Kapital für Investitionen ins eigene Geschäft frei halten musst
Du eine planbare, lebenslange Rente als Fundament möchtest
Du maximale Flexibilität über Steuervorteil stellst
Orientierung, keine Einzelfallberatung. Steuervorteil und Pfändungsschutz der Basisrente gelten nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen, welche Gewichtung zu dir passt, klären wir gemeinsam.

In der Praxis ist es selten ein Entweder-oder. Eine Kombination bietet sich oft an: der gebundene Teil für die Steuer, der flexible Teil für die Freiheit.

Häufige Fragen

Muss ich als Selbstständiger in die gesetzliche Rente einzahlen?

Nur, wenn du zu einer Gruppe gehörst, die das Gesetz ausdrücklich nennt (§ 2 SGB VI). Alle anderen Selbstständigen und Freiberufler sind nicht rentenversicherungspflichtig und sorgen eigenverantwortlich vor. Es gibt aber Ausnahmen: bestimmte pflichtversicherte Selbstständige (zum Beispiel Handwerker in zulassungspflichtigen Gewerken, Lehrende, Künstler über die Künstlersozialkasse) und Berufe mit eigenem Versorgungswerk wie Ärzte, Anwälte oder Architekten. Ob du dazu gehörst, klären wir im Gespräch.

Welche Altersvorsorge passt für Selbstständige?

Pauschal gibt es nicht die eine richtige Lösung. In der Praxis bewährt sich ein Mix: eine staatlich geförderte Basisrente für den Steuervorteil, eine flexible private oder fondsgebundene Rente für Verfügbarkeit und Renditechance, und je nach Situation eine Immobilie oder bei einer GmbH eine betriebliche Lösung. Welche Gewichtung zu dir passt, hängt von Einkommen, Risikoneigung und Liquidität ab.

Basisrente oder flexible private Rente, was ist besser?

Beide haben einen Zweck. Die Basisrente, auch Rürup genannt, bringt einen Steuervorteil, ist dafür aber stark gebunden: keine Auszahlung als Kapital, kein Zugriff vor Rentenbeginn. Die flexible private Rente bietet weniger Steuerhebel, dafür Verfügbarkeit und oft eine ETF-Anlage. Mehr zur Basisrente und zur ETF-Rente findest du auf den jeweiligen Seiten. Sinnvoll ist meist eine Kombination.

Kann ich Beiträge aussetzen, wenn das Geschäft schwächelt?

Ja, und genau das ist für Selbstständige zentral. Viele Verträge erlauben es, Beiträge zu reduzieren, auszusetzen oder später wieder zu erhöhen, ohne dass der Vertrag platzt. Bei der Auswahl achten wir gezielt auf diese Flexibilität, damit deine Vorsorge auch magere Monate überlebt.

Wie viel sollte ich als Selbstständiger zurücklegen?

Eine feste Zahl wäre unseriös, weil dein Bedarf von Einkommen, Lebensstandard und vorhandenem Vermögen abhängt. Als grobe Orientierung gilt: erst einen Notgroschen von einigen Monatsausgaben aufbauen, dann regelmäßig einen Teil des Gewinns in die Vorsorge lenken. Die konkrete Höhe rechnen wir gemeinsam anhand deiner Rentenlücke aus.

Ist meine Vorsorge bei einer Insolvenz geschützt?

Die Basisrente genießt einen besonderen Schutz: das angesparte Kapital ist in der Ansparphase grundsätzlich pfändungs- und insolvenzgeschützt. Gerade für Selbstständige mit unternehmerischem Risiko ist das ein starkes Argument. Bei rein privaten Verträgen ohne diesen Schutz prüfen wir das im Einzelfall.

Lohnt sich Vorsorge überhaupt bei schwankendem Einkommen?

Gerade dann. Schwankendes Einkommen heißt nicht weniger Vorsorge, sondern flexiblere Vorsorge. In starken Jahren legst du mehr zurück und nutzt den Steuervorteil, in schwachen Jahren senkst oder pausierst du. So bleibst du langfristig dran, ohne dich kurzfristig zu übernehmen.

Was ist mit einer Immobilie als Altersvorsorge?

Eine selbst genutzte oder vermietete Immobilie kann ein Baustein sein, weil sie im Alter Mietkosten spart oder Mieteinnahmen bringt. Sie ersetzt aber keine planbare Rente, bindet viel Kapital und ist wenig liquide. Sinnvoll ist sie als Ergänzung, nicht als alleinige Lösung.

Wann sollte ich mit der Altersvorsorge anfangen?

So früh wie möglich. Je länger der Zeitraum, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt und desto kleiner können die monatlichen Beiträge bleiben. Aber auch ein später Start ist besser als keiner. Wichtig ist, überhaupt eine Struktur zu haben und sie regelmäßig anzupassen.

Bin ich als Selbstständiger an einen Anbieter gebunden?

Nein. Wir vergleichen für dich mehrere Anbieter und suchen den Tarif, der zu deiner Situation passt: flexibel im Beitrag, sinnvoll in der Förderung und passend zur Anlage. Du entscheidest, wir setzen um.

Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Beratung zu deinem Einzelfall. Stand: Oktober 2026.

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  • Videocall oder Telefon, du entscheidest
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  • Du bekommst eine Einschätzung, keinen Vertrag
  • Danach weißt du, was jetzt dran ist und was warten kann